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Attacke Pankow sind da – und offenbar haben sie beim Verlassen des Proberaums aus Versehen gleich den ganzen Kiez eingepackt. Das Berliner Trio, bestehend aus Siebeth Darm, Florian Baufeld und Hans Schlotter, zeigt eindrucksvoll, dass drei Leute völlig ausreichen, um musikalisch ordentlich Rabatz zu machen – vorausgesetzt, der Koffeinpegel stimmt und Langeweile hat Hausverbot.
Ihr Sound mäandert irgendwo zwischen Poprock und Punk, aber mit der Attitüde von Leuten, die lieber schrammeln als geschniegelt auftreten. Die Songs klingen, als wären sie zwischen Späti, Bürgeramt und „Ach komm, wir gründen jetzt einfach ’ne Band“ entstanden. Ergebnis: Musik, die gleichzeitig ins Ohr geht und sich dort breitmacht wie ein ungebetener, aber ziemlich unterhaltsamer Mitbewohner.
Siebeth Darm steht vorne und liefert als Mischung aus Straßenpoet und Stromgenerator Texte, die das große Drama im ganz normalen Wahnsinn finden – von kaputten Waschmaschinen bis zur ewigen Frage, warum man IMMER in der falschen Supermarktschlange landet. Florian Baufeld am Bass sorgt nicht nur für den Groove, sondern kommentiert das Ganze mit einem Grinsen, das sagt: „Du weißt genau, dass es stimmt.“ Seine und Darms Stimmen liefern sich dabei kleine musikalische Diskussionen – fast wie ein Podcast, nur mit besserem Groove.
Und dann ist da Hans Schlotter, der am Schlagzeug so tut, als hätte er eine persönliche Fehde mit der Stille. Er gewinnt sie regelmäßig. Mal treibend, mal überraschend – aber nie langatmig.
Zusammen setzen Attacke Pankow auf Energie statt Perfektion. Live brauchen sie keine große Show: Lautstärke, Timing und eine Portion Chaos reichen völlig. Ihre Songs erzählen vom Alltag in der Stadt – von Döner-Weisheiten bis Handykrisen – und schaffen es, gleichzeitig witzig und treffsicher zu sein.
Kurz gesagt: Attacke Pankow sind wie das Leben selbst – ein bisschen chaotisch, ziemlich laut, manchmal schräg, aber am Ende erstaunlich gut.